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Figo stellt sich vor: Carina, die Kreative

Figo stellt sich vor: Carina, die Kreative

15.05.2019 / Über Figo

Steckbrief

Name: Carina Gerards
Alter: 31
Position: Marketing Director
| kreativ | empathisch | ausdauernd |

WOFÜR BRENNST DU? 

Oh, für vieles. Ich bin ein Mensch, der sehr offen ist für viele Dinge im Leben. Mich begeistert alles Künstlerische und diese Eigenschaft finde ich, wenn ich ehrlich bin, in Allem (lacht). Mich treiben Kleinigkeiten an, die für mich eine große Wirkung oder Inspirationsquelle darstellen. Das können Worte sein, Blumen, Wolken, die Natur im Allgemeinen, Menschen, Materialien, Farben, Töne und Gerüche. Ich brenne wahrscheinlich einfach für das Leben.

WAS IST DEIN GRÖSSTER TRAUM? 

Einen Rosamunde Pilcher-Film zu drehen. Das hört sich jetzt für viele Leser (wahrscheinlich sogar für Schauspieler) etwas befremdlich an, aber ich empfinde es als das Größte. 

Die Filme finden an traumhaften Drehorten statt und die Storys basieren auf Moral und Ethik. Das „Böse“ wird immer enttarnt. Und beispielsweise findet der eigene Partner die große Liebe seiner Partnerin wieder und bringt beide wieder zusammen, weil er weiß, dass er sterben muss. Irgendwie schön, oder? (lacht) 
Ich glaube an die Liebe. Sie ist das Wichtigste im Leben. Die Liebe ist für mich der einzige Grund, der das Leben wirklich lebenswert macht. 

Wenn ich einen Tipp geben kann für ein erfülltes Leben, dann ist es zu lieben, was man tagtäglich tut. Das schließt alles ein, womit man sich umgibt: die Menschen um einen herum, den Beruf, die Kollegen und Freunde, Tiere oder auch die Tasse, aus der man trinkt. Man muss natürlich auch Sachen machen, die man nicht liebt, das ist klar. Aber die Dinge, die man wählen kann, die sollte man lieben und wertschätzen. Den Rest zielorientiert durchziehen, lernen und offen sein.

WARUM ARBEITEST DU BEI DER FIGO GMBH? 

Ich bin auf Figo durch eine schicksalhafte Begegnung aufmerksam geworden. Ein sehr guter Freund aus Kindheitstagen hat mich hierher geführt und ich bin sehr glücklich darüber.

BESCHREIB DEINEN BERUF ODER DEINE TÄTIGKEIT IN VIER SÄTZEN

Als Marketing Director geht es darum, die Philosophie der Firma zu vertreten und sie in allen Elementen, mit denen wir kommunizieren, auszudrücken. Marketing umfasst viele Aspekte, sowohl vertriebliche, personelle, gestalterische, strategische, betriebswirtschaftliche als auch rechtliche oder darstellerische. Das Schöne ist, dass man eigentlich mit jedem aus der Firma zusammenarbeitet. Teamarbeit ist alles im Marketing, denn jeder muss das Unternehmen auch gleich repräsentieren, das Corporate Design anwenden und die Corporate Identity leben.

WAS HAST DU BEI FIGO GELERNT? 

Ich habe bereits in acht Ländern gearbeitet. Was mir im Ausland immer sehr gut gefallen hat, ist, dass die Hierarchien viel flacher gewirkt haben als in Deutschland. Figo hat genau diese flache Hierarchie. Unsere Vorgesetzten sind natürlich unsere Chefs, aber wir duzen uns alle und das seit dem ersten Tag. Wir können ganz frei unsere Meinung sagen, das ist auch gewünscht. Es ist egal, wo jemand herkommt, wie alt er ist, was er vorher gemacht hat oder wie viele Kinder er hat... man wird einfach als Mensch gesehen. Es werden nicht voreilig Schlüsse gezogen und verallgemeinert. Das ist sehr angenehm. Aber mir fällt gerade noch ein entscheidender weiterer Unterschied zu anderen Firmen ein: Bei Figo wird viel gescherzt. Ich glaube, ich habe hier gelernt, dass auch im Büro gelacht werden darf. Es ist wichtig, nicht immer alles so ernst zu nehmen. Da sind sehr viele Firmen anders und interpretieren Lachen mit Unproduktivität. An manchen Arbeitsstätten herrscht scheinbar der Wunsch lieber Roboter ohne programmierter Seele zu führen.

WAS IST BEI DER FIGO GMBH ANDERS ALS BEI ANDEREN ARBEITGEBERN?  

Vertrauen, keine Oberflächlichkeit, sondern Fokus auf Know-how und Arbeitsbereitschaft, Lust am Beruf und stetige Entwicklung in eine positive Richtung. Ich denke, hier arbeiten sehr selbstkritische Personen, die immer weiterkommen möchten. Wir befinden uns in einem stetigen positiven Wandel – sei es geschäftlich oder privat.

PROMOVIEREN UND VOLLZEIT ARBEITEN – WIE GEHT DAS?Carina Gerards mit Robe - Figo GmbH - Shopdesign, Shopkonzepte, Bauleitung, Projektmanagement

WAS BEDEUTET EINE PROMOTION FÜR DICH? 

Spezialistin in einem gewissen Gebiet zu sein. Ich liebe es, frei zu arbeiten und habe auch sehr breit aufgestellte Interessen, aber gleichzeitig mag ich es, etwas zu beherrschen bzw. lückenlos zu verstehen. Meiner Meinung nach ist das die Motivation hinter einer Promotion, dass man sich einem Thema komplett hingibt und versucht, es im Ganzen zu erfassen und natürlich auch den heutigen Wissensstand zu erweitern. So gibt man der Universität und der Wissenschaft auch etwas zurück. Jahrelang hat man an der Uni von Papers der anderen Forscher profitiert und gelernt. Indem man es schafft, selbst welche zu veröffentlichen, auf Kongressen sein Wissen weiterzugeben oder ein Buch zu schreiben, kann man seinen akademischen Beitrag leisten. 

Ich muss schon sagen, dass die verschiedenen Studienabschnitte eine der besten Entscheidungen meines Lebens waren. Ich habe erst gearbeitet und dann mein Studium begonnen. Dass ich dafür meinen alten Job kündigen musste, war der befreiendste Tag meines Lebens. Viele beängstigende Fragen stellten sich mir, z.B. wie die Finanzierung ablaufen würde, wie und wo ich leben würde und ob ich es überhaupt schaffen könnte. Obwohl mir meine Familie und mein damaliger Chef abgeraten haben („gute, unbefristete und sichere Position“), habe ich diesen Schritt gewagt. Ich kann es nur jedem empfehlen, auf sein Inneres zu hören.

"Viele streben nach Sicherheit. Das gilt aber nicht für die, die neue Wege gehen. Es ist simpel."

Jeder einzelne Mensch sollte sich mehr auf sein Bauchgefühl verlassen und es nicht immer wieder wegdrücken, denn das macht krank  – oder es holt einen sowieso irgendwann im Leben wieder ein. Wenn man gegen seinen Körper arbeitet, dann kommt es irgendwann wie ein Bumerang zurück. Die Erfahrungen, die ich in meinem Beruf gemacht habe, sind essentiell für meine heutige Arbeitsweise. Sie sind der Motor, warum es wichtig ist für Gleichberechtigung zu kämpfen, Individualität zu fördern, auf den Körper zu hören, Teamarbeit zu unterstützen, jüngere Teammitglieder anzulernen, Sexismus abzulehnen. All das, was ich gesehen und erlebt habe, fließt in mein Personalmarketing mit ein. Für mich hat alles, was man erlebt, einen Sinn. Man muss das Gelernte für das Richtige einsetzen und nicht den Kopf in den Sand stecken.

WARUM IST ES SO WICHTIG, NEBEN DEM BÜRO UND EINER PROMOTION AUF EINEN AUSREICHENDEN AUSGLEICH ZU ACHTEN? 

Es stimmt, dass man einen Ausgleich haben muss. Denn sei es für die Arbeit oder für eine Promotion: es bedeutet sitzen, sitzen, sitzen und das hochkonzentriert. Und ich bin ein Mensch, der sehr viel Bewegung braucht. Wenn ich nach einem durchschnittlichen Zehn-Stunden-Tag, den ich überwiegend im Sitzen verbracht habe, nach Hause komme, muss ich mich natürlich sehr motivieren, wieder loszugehen. Denn jeder hat noch einen Haushalt, muss kochen und die Wohnung herrichten und sich darüber hinaus auch noch um sein Privatleben kümmern. Wenn Familie und Freunde schon vor der Tür stehen, ist so ein Abend natürlich ganz schnell wieder vorbei. So schön das ist, man sollte aber wirklich darauf achten, neben Kochen, Restaurantbesuchen und Kino Bewegung in die Abendgestaltung hineinzubringen. Das ist natürlich im Sommer viel einfacher als im Winter, wenn man im Dunkeln zur Arbeit kommt und im Dunklen wieder geht. 

Um Sport in das Leben zu integrieren, sind Fitnessstudios, die heutzutage 24 Stunden geöffnet haben, natürlich für viele Arbeitende die beste Lösung. Oft weiß man gar nicht genau, wann der Arbeitstag wirklich endet. Ich bin allerdings eher der Typ, der Teamsport liebt und auch gerne dieselben Gesichter wiedersieht, anstatt sich anonym in einem Fitnesscenter abzustrampeln. Ich tanze Ballett und Salsa, außerdem liebe ich Kampfsport, weil man sich dort richtig auspowern kann. Zur Entspannung und Dehnung, aber auch Kraftaufbau mache  ich gerne Yoga und Meditation. Bei so viel `Denkarbeit` ist es auch wichtig, den Kopf freizubekommen. Da gibt es auch Momente, z.B. beim Tanzen, in denen ich in einem Flow-Zustand ganz in der Situation aufgehe. Aber jetzt wo wir darüber sprechen… das Gleiche habe ich beim Verfassen von Konzepten oder beim Forschen. Es geht einfach immer darum, dass man das, was man macht, gerne tut. Und meine nicht sportlichen Ausgleiche sind Malen, Fotografieren und Klavierspielen. 

Ausgleich bedeutet ja eigentlich, noch andere Säulen im Leben zu haben, ein Gleichgewicht ins Leben zu bringen. Um Ziele zu erreichen, müssen jedoch auch Phasen akzeptiert werden, an denen nicht alles in gleiche Häppchen aufgeteilt werden kann. Leider hat der Tag nur 24 Stunden und es stehen uns allen auch nur begrenzte Jahre zur Verfügung. Und diese gilt es so gut wie möglich zu nutzen ohne anderen zu schaden. Das bedeutet, es gibt Phasen, an denen die Universität oder die Arbeit mehr Kraft zieht. Es gibt aber auch Tage oder Wochen, da wird diese Extra-Zeit von der Familie, Freunden oder dem Partner gebraucht.Carina Gerards beim Ballet - Figo GmbH - Shopdesign, Shopkonzepte, Bauleitung, Projektmanagement

WIE UNTERSTÜTZT DIE FIGO GMBH DICH BEI DEM VORHABEN ZU PROMOVIEREN, VOLLZEIT ZU ARBEITEN UND DAS NORMALE LEBEN ZU VERFOLGEN?

Gleitzeit ist ein wichtiger Faktor. Ich kann genauso um sechs Uhr morgens anfangen oder abends um zehn arbeiten. Momentan bin ich meist zu den Kernarbeitszeiten im Büro, aber ich weiß, dass ich die Zeit nach Absprache auch anders aufteilen kann, wenn es brennt. Im Vordergrund steht natürlich immer, die Arbeit verlässlich und pünktlich zu erledigen. 
Außerdem forsche ich auch für die Figo GmbH. Gewisse Forschungsfragen stellen sich das Unternehmen selbst und die Branche, in der wir tätig sind. Dadurch, dass es hier viele Schnittpunkte gibt, erleichtert dies meine Arbeit.

HAST DU EINEN TIPP FÜR ANDERE BÜROARBEITENDE? / WIE INTEGRIERST DU PROMOTION UND DAS PRIVATLEBEN?

Da gibt es drei Aspekte, die es möglich machen: Zeitmanagement, Organisation und Kommunikation. 

Zeitmanagement ist alles. Ich habe immer einen Kalender in der Tasche, in den ich alles eintrage: To-Dos, Geburtstage, Abgabetermine... einfach alles. Ich komme am besten mit einer Monatsansicht zurecht. So habe ich einen schnellen Überblick. Darüber hinaus nutze ich eine Tagesansicht mit den Aufgaben des Tages. Der Tag ist einfach sehr kurz. Ich habe keine Zeit, einen privaten oder beruflichen und akademischen Kalender zu führen. Alles muss an einem Platz sein. Es geht ganz klar darum, Termine und Aufgaben zu priorisieren. Der Kalender sieht oft sehr wild aus und das geht seit Jahren so, aber aus Passion. 

Zur Organisation: Es ist sehr wichtig, dass alles, was ich für meine Arbeit benötige, greifbar gestaltet ist. Viele fragen mich, wie ich alles, was ich so tue, in einen Tag packen kann. Aber ich nutze einfach alle Lücken, die nur gehen. Wichtige Telefonate 
halte ich auch im Auto ab – per Freisprechanlage. Natürlich nur die, bei denen ich nichts notieren muss. Kreative Gespräche, bei denen es um Planung geht, oder Fragen zu Aufgabenstellungen können ebenfalls so abgehalten werden. E-Mails kann ich auch in jedem Wartezimmer oder im Zug beantworten. Artikel schreibe ich total gerne am Flughafen. Ich habe gar kein Problem zu arbeiten, wenn eine Geräuschkulisse um mich herum ist, denn ich kann sehr gut abschalten, wenn ich konzentriert bin. Wenn es dann doch mal stört, arbeite ich mit Kopfhörern und Entspannungsmusik. Im Laufe der Zeit habe ich auch meine eigene Technik entwickelt, Lehrbücher oder Artikel nicht immer wieder lesen zu müssen. So weiß ich auch nach längerer Zeit genau, was darin stand, durch bestimmte Abkürzungen und Zeichen, die ich am Rand setze. Das spart ungemein Zeit. Zudem reduziere ich Besitz. Ich habe für mich erkannt, dass ich produktiver bin, umso weniger ich besitze und mich somit auch ablenken kann. Die Konsumgesellschaft in der wir leben, suggeriert uns so viele Dinge, die wir benötigen um „glücklich“, „schöner“, „gesünder“ oder „erfolgreicher“ zu sein … Aber ich finde das Gegenteil ist der Fall – auch wenn ich im Marketing arbeite. Ein nachhaltiger, durchdachter Konsum ist auf jeden Fall der bessere. Das heißt nicht, dass die Entscheidungen schwerfällig werden. Eine gute Empfehlung in seinem Leben aufzuräumen und sich mit dem zu umgeben, was einem ein gutes Gefühl gibt, ist das Buch von Marie Kondo: „The life-changing magic of tyding up.“ Die Dinge die man nicht mehr benötigt einfach spenden und an jemanden weitergeben, den diese Besitztümer glücklich machen und für den sie nützlich sind. 

Und was die Kommunikation betrifft: Reden hilft, um Zeit auf der Arbeit zu sparen. Wenn Aufgaben aufgeteilt und Ziele klar definiert werden, ist jedem geholfen. Aber gerade im Privatleben ist es wichtig, zu klären, in welcher Phase man sich gerade befindet. So können Familie und Freunde auch verstehen, wenn man mal mehr oder weniger Zeit hat. 

Jedoch, ganz wichtig: Man muss auch lernen, einen Abend zu genießen – selbst, wenn nicht alles erledigt ist. Der Geburtstag eines guten Freundes oder Familienmitgliedes lässt sich nicht wiederholen. Da dürfen auch keine E-Mails und Anrufe entgegengenommen werden. Es wird immer Arbeit geben und immer die nächste Hürde, jedoch lebt man nur jetzt und weiß nicht, was morgen ist.

Vielen Dank für das Gespräch, Carina!

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